Mission und Ausbreitung des Christentums in der Spätantike (LM-9B)

Dozent:innen: Dr. Anke Joisten-Pruschke; Univ.-Prof. Dr. Ulrich Volp
Kurzname: S KG: LM-9B
Kurs-Nr.: 01.053.605
Kurstyp: Seminar

Voraussetzungen / Organisatorisches

Latein- und Griechischkenntnisse sind für die Quellenlektüre notwendig. 

Empfohlene Literatur

Zur Einführung: Adolf von Harnack, Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten, 4. Aufl. Leipzig 1924, 5–39.467–516; Christoph Baumer, Frühes Christentum zwischen Euphrat und Jangtse. Eine Zeitreise entlang der Seidenstraße zur Kirche des Ostens. Stuttgart: Urachhaus, 2005, 11–89 und 173–189.

Inhalt

Wie wurde aus einer kleinen jüdischen Bewegung im östlichen Mittelmeerraum eine Weltreligion? Welche Wege, Akteure und Netzwerke ermöglichten die Ausbreitung des Christentums über Kontinente hinweg? Und wie veränderte die Begegnung mit unterschiedlichen Kulturen und religiösen Traditionen das Christentum selbst?
Das Hauptseminar widmet sich einem zentralen Thema der Alten Kirchengeschichte: der Mission und Expansion des Christentums in der Spätantike. Ausgehend von den Entwicklungen innerhalb des Römischen Reiches werden die Voraussetzungen, Formen und Dynamiken christlicher Ausbreitung untersucht. Dabei stehen sowohl die theologischen Grundlagen christlicher Mission als auch die sozialen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen ihrer Verbreitung im Mittelpunkt. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Regionen jenseits der Grenzen des Römischen Reiches, die in der traditionellen Kirchengeschichtsschreibung oft nur am Rande berücksichtigt werden. So werden auch die Entwicklung christlicher Gemeinden im Sasanidenreich und die Ausbreitung entlang der Handels- und Kommunikationswege Zentralasiens bis nach Indien und China behandelt. Die Beschäftigung mit den syrischen Kirchen und der sogenannten „Kirche des Ostens“ eröffnet dabei Einblicke in die globalen Verflechtungen des spätantiken Christentums.
Die Missionsgeschichte erschließt grundlegende Prozesse der christlichen Identitätsbildung, der theologischen Reflexion und des kulturellen Austauschs. Sie zeigt, dass das Christentum von Beginn an in vielfältigen sprachlichen, ethnischen und politischen Kontexten Gestalt gewann. Zugleich eröffnet sie Perspektiven auf Fragen, die auch gegenwärtige Debatten prägen: das Verhältnis von Glaube und Kultur, die Übersetzung religiöser Traditionen in neue Kontexte sowie die globale Vielfalt christlicher Ausdrucksformen.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
21.10.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
28.10.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
04.11.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
11.11.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
18.11.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
25.11.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
02.12.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
09.12.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
16.12.2026 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
06.01.2027 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
13.01.2027 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
20.01.2027 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
27.01.2027 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
03.02.2027 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III
10.02.2027 (Mittwoch) 08:15 - 09:45 00 322 T8
9184 - Taubertsberg III