Die Reformation in Hessen – 500 Jahre Homberger Synode 1526 (LM-9B)
Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang BreulKurzname: S KG: Reformation
Kurs-Nr.: 01.053.605
Kurstyp: Seminar
Voraussetzungen / Organisatorisches
Gemeinsam mit Dr. Tobias DienstBlockseminar mit religionspädagogischen Akzenten.
Territorialkirchengeschichte ist die fachliche und inhaltliche Basis für jede Kirchengeschichte des frühneuzeitlichen Europas. Das Seminar kann daher sowohl als Kirchengeschichtliches Hauptseminar als auch territorialkirchengeschichtliche Veranstaltung (insbesondere für Studierende der beiden hessischen Landeskirchen) dienen.
Das Seminar findet an folgenden Terminen statt:
- Dienstag, 14. April, 16-18 Uhr Vorbesprechung.
- Dienstag, 21. April, 12. Mai, 19. Mai, 2. Juni, 30. Juni, jeweils 14-18 Uhr.
- Exkursion zu Stätten der hessischen Reformation (gemeinsame Verabredung von Termin und Ziel in der Vorbesprechung
Dr. Tobias Dienst ist ein ausgewiesener Experte für die Hessische Kirchengeschichte und bringt als Gymnasiallehrer auch pädagogische Erfahrung ein.
Anwesenheitspflicht
Für die Teilnahme am Seminar gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Die aktive Teilnahme erfordert Teilnahme an den Seminarsitzungen. Nichtteilnahme kann durch die Übernahme von Kurzreferaten oder anderen schriftlichen Leistungen kompensiert werden.Empfohlene Literatur
Inge Auerbach (Hg.): Reformation und Landesherrschaft. Vorträge des Kongresses anlässlich des 500. Geburtstages des Landgrafen Philipp des Großmütigen von Hessen vom 10. bis 13. November 2004 in Marburg (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Band 24/9), Marburg 2005.Ursula Braasch-Schwersmann, Hans Schneider, Wilhelm Ernst Winterhager (Hg.): Landgraf Philipp der Großmütige 1504–1567: Hessen im Zentrum der Reform. Begleitband zu einer Ausstellung des Landes Hessen, Neustadt an der Aisch 2004.
Weitere Literatur wird zu Beginn des Seminars benannt.
Inhalt
2026 jährt sich zum 500. Mal die sog Homberger Synode, mit der die Reformation für die Landgrafschaft Hessen. Die Landgrafschaft Hessen bildete unter der Herrschaft des jungen Landgrafen Philipp (1504-1567) neben Kursachsen das wichtigste Territorium für die Durchsetzung der frühen Reformation. In vielerlei Hinsicht war die Landgrafschaft Vorreiterin für die fundamentalen kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen die mit den reformatorischen Neuerungen einhergingen:- Auflösung der Klöster,
- Gründung von Schulen (und auch Mädchenschulen) und einer Landesuniversität,
- umfassende Reform Reform der Kirchengemeinden und ihrer Finanzen,
- Wegweisender Kompromiß mit der Täuferbewegung,
- Einführung der Konfirmation und der Kirchenzucht.
Die Homberger Synode knüpfte in ihrer Form an frühreformatorische Disputationen (Leipzig, Zürich u.a.) an. Sie führte zu einer Kirchenordnung, die ein alternatives Modell zu Kursachsen bildete und deshalb von Luther abgelehnt wurde.
In der Vorbesprechung erfolgt gemeinsam mit den Studierenden die genaue Themenplanung für das Seminar. Wünsche sind willkommen.