Genesis 1-3 und seine Auslegungsgeschichte (LM-10A)
Dozent:innen: apl. Prof. Dr. Dorothea Erbele-KüsterKurzname: S AT: LM-10A
Kurs-Nr.: 01.053.625
Kurstyp: Seminar
Voraussetzungen / Organisatorisches
Im Rahmen des Seminars wird ein Blockseminartag mit Gastreferentinnen am Donnerstag, 23. April 2026 von 14:00-19:30 stattfinden.Inhalt
Die beiden Schöpfungserzählungen in Gen 1-3 sind wirkmächtige Texte für das Menschen- und Gottesbild. Sie prägen das Weltverständnis bis in die Gegenwart hinein – auch jenseits theologischer bzw. kirchlicher Kreise. Die ikonographischen Darstellungen von Eva (und Adam) prägen Evabilder und haben Eingang gefunden in die Populärkultur und jüngste Entwicklungen wie den TikTokTrend #feminine energy. In der Interpretation der Texte sind das Geschlechterverhältnis, die Vorstellung und Bewertung von Arbeit, Nahrung und Vergänglichkeit, die Situierung des Menschen innerhalb der Welt und nicht zuletzt das Verständnis von der Erde, der „mehr als menschlichen Welt“, zentral.Wir werden im Seminar selbst anhand des hebräischen, griechischen und lateinischen Textes eine philologische eigene Analyse vornehmen. Außerdem werden wir wichtige Stationen der Rezeptionsgeschichte beleuchten: im frühen Judentum, in neutestamentlichen Texten, beim Kirchenvater Augustinus, bei der Humanistin Isotta Nogarola und ihrem ‚Dialog‘ über die Sündenschuld Evas und Adams.
Wir werden so Kritik nicht nur an der androzentrischen Auslegungsgeschichte sondern auch am dem biblischen Text selbst kennenlernen, wie sie etwa auch von Elizabeth Cady Stanton und ihrer Woman’s Bible bereits vor über 125 Jahren vorgenommen wurde. Mit „(Re)discovering Eve“ von Carol Meyers ist ein weiterer Schritt in der Alttestamentlichen Wissenschaft markiert: Sie stellte den Beitrag von Frauen in der Eisenzeit jenseits dogmatischer Auslegung durch ihre archäologischen Forschungen und ihre Exegese von Gen 2-3 heraus. Im Seminar erarbeiten wir uns durch die Auseinandersetzung mit der Auslegungsgeschichte der beiden Schöpfungserzählungen Handwerkszeug und erschließen die Rolle von Frauen* als Subjekte der Auslegung sowie der Texte selbst.
Termine
| Datum (Wochentag) | Zeit | Ort |
|---|---|---|
| 16.04.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 23.04.2026 (Donnerstag) | 14:00 - 19:30 | 00 432 T2 9184 - Taubertsberg III |
| 23.04.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 30.04.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 07.05.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 21.05.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 11.06.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 18.06.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 25.06.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 02.07.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |
| 09.07.2026 (Donnerstag) | 14:15 - 15:45 | 00 402 T9 9184 - Taubertsberg III |