Kompendium und Verlag

Verlag und Publikation des »Kompendiums der frühchristlichen Wundererzählungen«

Das Kompendium der frühchristlichen Wundererzählungen erscheint in zwei Bänden mit einem Umfang von je etwa 800-1000 Seiten im Gütersloher Verlagshaus.

(Band 1: 1084 Seiten, ist erschienen am 25.02.2013, 58,- Euro)

Die Info-Seite des Gütersloher Verlagshauses finden Sie hier.

Die Konzeption der Bände

In einem einleitenden Teil (ca. 100 Seiten) werden neben einem kurzen forschungsgeschichtlichen Überblick einige methodische und hermeneutische Fragen geklärt. Dabei wird eine Einführung zu der umstrittenen Gattung »Wundererzählung« gegeben, die neuere Theorien eines dynamischen kommunikationsorientierten Gattungsverständnisses mit dem aus den Texten erkennbaren Gattungsbewusstsein der primären Kommunikationsteilnehmer verbindet. Themenartikel geben schlaglichtartig einführende Überblicke zu


  • Weltbilder / Wunder
  • Geschichte / Prodigien / Begleitwunder
  • Krankheitsbilder und soziale Folgen: Blindheit, Lähmung, Aussatz, Taubstummheit
  • Dämonen / Besessenheit / Austreibungsrituale
  • Therapieformen / antikes Medizinwesen
  • Heilkulte / antike Heilstätten
  • Wundertäter, personenbezogen
  • Magie / Zauberei
  • Didaktik der Wundererzählungen
  • Homiletik der Wundererzählungen

Im Hauptteil (ca. 600-800 Seiten je Band) wird jede Wundererzählung in einer nach Struktur und exegetischen Leitlinien einheitlichen Form untersucht.

Ein Register mit Stichwort- und Bibelstellenverzeichnis sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis schließen jeden Band ab.

Die Anordnung der Wunder erfolgt nach Quellen, wobei vielfach zum ältesten Fundort auch bereits die Parallelen genannt bzw. bearbeitet werden. Bei wirkmächtigen Texten wird eine Mehrfachbesprechung vorgesehen, so dass auch eine repräsentative Auswahl pro Quellenbereich dargeboten wird. Der erste Band enthält Interpretationen von Wundererzählungen aus den kanonischen und apokryphen Evangelien, der zweite Band »Wunder der Apostel« beschäftigt sich mit Texten aus der kanonischen Apostelgeschichte des Lukas sowie apokryphen Apostelakten.

  1. Titel
  2. Übersetzung
  3. Sprachlich-narratologische Analyse
  4. Sozial- und realgeschichtlicher Hintergrund (z.B. Krankheitsphänomene; Dämonologie)
  5. Traditions- und Religionsgeschichtlicher Kontext (Prä- und Intertexte im Vor- und Umfeld des Urchristentums, geprägte Bildfelder, traditionelle Theologumena: z.B. Blindheit im Glauben)
  6. Deutungshorizonte/Verstehensmöglichkeiten
  7. Aspekte der Wirkungsgeschichte/Parallelüberlieferung
  8. Literatur zum Weiterlesen