Blockseminar

Was heißt Protestantismus?
Protestantische Identitäten im 19. u. 20. Jh.

Leitung: Dr. J. Becker (Mainz) / Ch. Polke (Heidelberg)

Das Seminar findet als Block vom 22.-25.5.2008 in Wittenberg statt. 
An einem Nachmittag ist eine Exkursion nach Leipzig geplant.

Vorbesprechung: 16.4.2008, 16 Uhr
Ebernburg-Hörsaal (00-415) Wittenberg

Nicht erst seit der Wittenberger Reformsynode der EKD 2007 wird der Ruf nach einer verstärkten Profilierung des deutschen Protestantismus lauter. Im Zuge der Rückkehr der Religionen in die öffentlichen Arenen wird vermehrt gefragt, was Protestanten eigentlich zu Protestanten macht. Darum wollen wir auf "Identitätssuche" im 19. und 20. Jahrhundert gehen. Maßgebliche Bemühungen kennzeichnen diesen Zeitraum, beginnend mit den Unionsbestrebungen zwischen Reformierten 
und Lutheranern über die Abgrenzung gegenüber den Deutschen Christen bis hin zur Suche nach den Gemeinsamkeiten von Ost und West nach der Wiedervereinigung. Bestimmte Frömmigkeitsstile, soziales, kulturelles und politisches Engagement zeichneten den Protestantismus aus. Gleichzeitig wurden die einzelnen "Protestantismen" scharf gegeneinander abgegrenzt. Den vielfältigen Verflechtungen zwischen Politik, Gesellschaft und Kirche sowie den innerkirchlichen Versuchen einer Identitätsbildung wollen wir in der Übung nachgehen.

Adressaten
Studierende aller Semester

Literatur
Ein Reader wird bereitgestellt.
Lesenswert zum ersten Überblick: F.W. Graf, Der Protestantismus, München 2006; K. Nowak, Geschichte des Christentums seit der Aufklärung, München 1996; L. Hölscher, Protestantische Frömmigkeitsgeschichte, München 2005; H. Lehmann, Protestantisches Christentum im Prozeß der Säkularisierung, Göttingen 2001.

Anmeldefrist
1. April 2008 per email bei Dr. Judith Becker.

Die Übung findet in Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg statt.
Lehrveranstaltung, die nach § 9 Abs. 2 Überblickswissen für die Zwischenprüfung im Studiengang Evangelische Theologie (kirchliches Examen) vermittelt.